Willensleistung im Derby

Unsere Mannschaft erkämpft nach Pausenrückstand ein 1:1-Remis gegen Leopoldsdorf

Packende Derby-Atmosphäre und eine leidenschaftliche Aufholjagd in der zweiten Halbzeit: Wir trennen uns im prestigeträchtigen Nachbarschaftsduell gegen den SC Leopoldsdorf mit einem 1:1-Unentschieden. Nach einer schwierigen ersten Hälfte, in der unser Team defensiv schwere Zeiten überstehen musste, bewies die Mannschaft nach dem Seitenwechsel echten Charakter. Durch eine deutliche Leistungssteigerung und ein glückliches Händchen bei den Einwechslungen belohnte sich das Team mit einem wichtigen Punktgewinn.

Schwierige erste Halbzeit: Leopoldsdorf drückt, die Stange rettet

Der Start in dieses Derby verlief für unsere Mannschaft alles andere als nach Wunsch. In den ersten 45 Minuten fand das Team nur schwer Bindung zum Spiel und agierte in den Zweikämpfen ungewohnt passiv. Der Gegner aus Leopoldsdorf erwischte den besseren Start, gewann die Mehrzahl der zweiten Bälle und setzte unsere Mannschaft früh unter Druck. Ungenauigkeiten bei der Ballannahme spielten den Gästen immer wieder in die Karten, wodurch fast jeder gegnerische Vorstoß Torgefahr ausstrahlte. In einer Szene stand uns Fortuna zur Seite, als ein Schuss der Leopoldsdorfer von der Innenstange zurück ins Feld prallte.

Cheftrainer Djuro Mihaljica nutzt die Partie, um personelle Akzente zu setzen, und rotierte auf einigen Positionen. So rückten Innenverteidiger David Avramovic und Mittelfeldspieler Florian Breitenlacher in die Startformation, um Spielpraxis zu sammeln. Die beste Offensivaktion unseres Teams im ersten Durchgang verzeichnete Boris Trailovic in der 21. Minute: Nach einer unbedrängten Situation an der Strafraumgrenze verfehlte sein vielversprechender Abschluss jedoch das Tor.

Als sich bereits alle Beteiligten auf den Pausentee eingestellt hatten, folgte der Rückschlag. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+1) kombinierte sich Leopoldsdorf über den linken Flügel durch. Die anschließende Hereingabe in den Rückraum fand Berkin Gürünlü, der aus elf Metern völlig freistehend zur 0:1-Gästeführung einschoss.

Rückhalt des Teams: Angelo Burrati in Bestform

Dass unsere Mannschaft zur Pause nur mit einem Tor im Hintertreffen lag, verdankte das Team ihrem Schlussmann. Angelo Burrati zeigte eine überragende Partie und behielt in mehreren Eins-gegen-Eins-Situationen nervenstark die Oberhand. Auch in der zweiten Halbzeit bewahrte er das Team mit einer sensationellen Parade vor einem höheren Rückstand und untermauerte seinen Stellenwert als sicherer Rückhalt des gesamten Kaders.

„Er ist schon seit langer Zeit ein super Rückhalt für die ganze Mannschaft“, lobte ihn Coach Mihaljica nach dem Abpfiff.

Taktische Wechsel bringen die Wende: Pantic sorgt für Ekstase

Mit Beginn der zweiten Halbzeit präsentierte sich das Team wie ausgewechselt. Die Mannschaft legte die Passivität ab, agierte wesentlich druckvoller und suchte entschlossen den Weg nach vorne. Maßgeblichen Anteil an dieser Wende hatten die taktischen Wechsel des Trainerstabs: Mit der Einwechslung von Sasa Pantic, Tim Lanzer und Christoph Schiller kam der dringend benötigte frische Schwung in das Offensivspiel.

Das Team erarbeitete sich nun deutliche Vorteile. Zunächst scheiterte der eingewechselte Tim Lanzer nach einem präzisen Zuspiel von der linken Seite noch unglücklich an der Querlatte – es war das erste lautstarke Ausrufezeichen unserer Mannschaft. Der verdiente Lohn für den unermüdlichen Einsatz folgte in der 72. Spielminute: Nach einer maßgeschneiderten Flanke von der rechten Seite positionierte sich Sasa Pantic goldrichtig im gegnerischen Sechzehner und versenkte das Leder flach in die lange Ecke zum vielumjubelten 1:1-Ausgleichstreffer.

Intensive Schlussphase sichert den Derby-Punkt

In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der die Zuschauer bis zum Abpfiff fesselte. Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier und suchten die Entscheidung. Während Leopoldsdorf im Abstiegskampf den Druck noch einmal erhöhte und eine Volley-Chance über das Tor setzte, hielt die Defensive unserer Mannschaft im Verbund mit Torhüter Burrati, der kurz vor dem Ende einen letzten gefährlichen Gürünlü-Schuss parierte, das Unentschieden fest.

Für das letzte Spiel der Saison nimmt die Mannschaft vor allem die starke moralische Leistungssteigerung und die geschlossene Teamleistung aus der zweiten Halbzeit mit.

Die Trainerstimmen zum Derby:

  • Djuro Mihaljica (Trainer SC Maria Lanzendorf): „In Halbzeit eins waren wir viel zu passiv. Unser Torwart hat uns immer im Spiel gehalten. Ein Sieg hätten wir uns heute nicht verdient. Wenn man das ganze Spiel nimmt, war es ein glückliches 1:1. Aber wir waren in der zweiten Halbzeit deutlich besser, die Einwechslungen haben gefruchtet und die Jungs haben eine ordentliche Leistung abgeliefert.“

  • Roman Schlögl (Trainer SC Leopoldsdorf): „Schade. In Halbzeit eins prallt der Ball von der Innenstange zurück... Vor dem 1:1 müssen wir das zweite machen. Wir müssen nun gegen Reisenberg unsere Pflicht erfüllen, haben es aber nicht mehr selbst in der Hand.“

nwl, 05.06.2026