Zwischenbilanz: Eine blühender Herbst

Die Obmannstellvertreter Helmut Hnelozub und Johann Vollnhofer brachten Erfolg

Kaum jemand hätte unserer Mannschaft diesen Erfolg zugetraut. Als erster Fixabsteiger gehandelt, war unser Team in der Herbstmeisterschaft sogar Tabellenführer. Letztlich kommt man dem Saisonziel — einem Platz unter den Top 8 — schon sehr nahe.

Natürlich ist es noch ein großes Stück Arbeit für Trainer Ferry Bosch und seinem Team, um auch tatsächlich diesen Top-8-Platz zu erreichen. Gerade jetzt zeigt sich, dass unser Kader doch schon sehr ausgedünnt ist. Viele schwere Verletzungen ließen leider unseren Spielfluss reissen. So muss man über jedes Pünktchen noch froh sein, dass wir in den letzten vier Runden gegen die Spitzenklubs Marienthal, Berg, Eichkogel und Fischamend machen.

Maßgeblichen Anteil am Erfolg hat sicher Trainer Ferdinand Bosch. Ihm ist es gelungen, aus einer Nachtschwärmertruppe eine Einheit zu formen, die phasenweise auch begeisternden Fußball zeigen konnte. Bosch hat dabei die nötige Distanz zur Mannschaft bewahrt, ist aber trotzdem ein väterlicher Freund der Spieler, dessen Entscheidungen auch akzeptiert werden.

Die Neuzugänge Patrick Freis, Patrick Pelikan und Alexander Gogic konnten sich in die Stammformation spielen und sind absolute Verstärkungen für unser Team.

Goalie Thomas Cech hat bis zu seiner Verletzung eine sehr starke, beinahe fehlerlose Saison gespielt. Nach der Verletzung von Macho Frey übernahm Sahin Köse seinen Posten und zählte mit seinen starken Leistungen wohl zu den Überraschungen der Herbstsaison. Leider verletzte auch er sich in einer wichtigen Phase der Meisterschaft.

Thomas Pokernus ist nach wie vor ein Vorbild mit großem Einsatz und viel Laufarbeit. Bruder Christian spielt endlich auch eine stärkere Saison bei uns, unterliegt aber doch noch Formschwankungen, deren Ursachen man auf den Grund gehen muss.

Mit 12 Toren hat Patrick Traschler sein Plansoll erreicht. Bei ihm wäre noch mehr möglich, wenn er seine Chancenverwertung erhöhen könnte. Überzeugend auch sein Ehrgeiz und Fleiß. Alles in allem einer der Topspieler in der Herbstsaison mit vielen Plätzen in diversen Teams der Runde.

Auch nicht aus der Mannschaft wegzudenken sind die Kampfhunde Christoph Erkinger und Sebsatian Pluskovits. Beide sind keine Ballzauberer, daher umso wichtiger für die Dynamik der Mannschaft. Leider fiel Pluskovits in Hochform spielend mit einer schweren Verletzung aus.

Bleibt noch Jakob Wittmann übrig, der — leider ebenfalls bis zu einer Verletzung — für den Redaktionsrat einer der Top-3-Spieler der bisherigen Saison war. Athletisch, intelligent und kompromisslos — ein Eigenbauspieler, wie man sich ihn nur wünschen kann.

Markus "Arnautovic" Haubner, blieb im Herbst wie er ist. Manchmal genial, manchmal autistisch — jedenfalls undurchschaubar und meistens im Dienst. Auch er fiel letztlich aber dem Verletzungspech zum Opfer. Zurückgekämpft hat sich Mario Wessely, der fast zu schnell wieder in der Ersten spielen musste und sicher noch eine Aufbauzeit benötigt hätte. Er hat ein großes Herz für den Verein.

Naturgemäß nicht einfach ist es für die Backups Philipp Trummer, Lukas Shamoun und Mario Weissinger, sich einen Platz in der Kampfmannschaft zu erkämpfen. Aber ihre Zeit kann noch kommen.

Nicht vergessen darf man auch die Totalausfälle der Herbstsaison, die eigentlich allesamt Stammspieler waren oder hätten sein sollen: Allen voran Macho Frey, der gerade mal 30 Minuten gespielt hat. Frey ist eigentlich der Topspieler unserer Mannschaft, so eine Granate muss man einmal vorgeben und dann trotzdem noch wochenlang Tabellenführer sein. Weiters verletzungsbedingt fielen Alexander Provaznicsek und Stammlibero Andre Wenhardt in der Herbstsaison aus. Über Peter Diviak wurde bereits berichtet, als Legionär aber letztlich auch ein Totalausfall.

Die Herbstsaison in der Reservemannschaft hat man sich wohl etwas anders vorgestellt. Gerechnet hat man, dass in jedem Spiel mindestens vier Kaderspieler der Kampfmannschaft dabei sind. Letztlich musste Trainer Andi Flekal wieder auf Dinosaurier wie Fritz Blazey, Günther Kastner oder Toni Schleifer zurückgreifen. Der bis jetzt erreichte Mittelfeldplatz ist daher auch in Ordnung, gelang es doch auch viele junge Spieler zu Stammspielern zu machen.

Ihren Anteil am Erfolg haben aber auch viele Funktionäre im Verein. Besonders das neue Obmannstellvertretertrio Helmut Hnelozub, Franz Traschler und Johann Vollnhofer, das den schon altersschwachen und zahnlosen GF abgelöst hat, konnte neue Akzente im Verein setzen.

Hoffen wir, dass die letzten vier Runden noch gut überstanden werden und dann schauen wir, was uns im Winter blühen wird.

GV, 13.10.2012